Nachdenken über den Einzelhandel in Hildburghausen –

Ein Rettungs-Monolog von Schildburg kurz vor dem Einschlafen

 

Nun, ein dritter Arbeitskreis hatte auch nicht die erwünschte Wirkung, selbst wenn die Stadt für einen teuren Citymanager durch Fördermittel zunächst allein aufkommen will. Nein, die Gewerbetreibenden können sich nur selbst helfen. Das Aussterben des Einzelhandels in der Innenstadt gibt es nicht nur in Hildburghausen, auch zum Teil in größeren Städten, wo einstige Ladenstraßen inzwischen in Wohnungen umgerüstet werden.

Aber, es gibt erfolgreiche Wiederbelebungsversuche zwischen Händlern und Kunden und damit belebte Innenstädte. Wer sich als Händler retten will, muss im Internet präsent sein. Einzelne Städte gestalten entsprechende Seiten, und die Händler preisen ihre Produkte erfolgreich an...

Weiterlesen...

Und wenn man nicht mehr weiter weiß,

gründet man einen Arbeitskreis…

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Oder vielleicht gleich drei Arbeitskreise? Damit niemand weiß, wohin er eigentlich gehört? Nun ja, lieber Hausen, es wird Zeit, dass wir uns Gedanken über die Belebung des Einzelhandels in unserem schönen Städtchen machen. Jedenfalls, einen Citymanager mit einem solchen Gesamthonorar benötigt in Hildburghausen niemand. Für das Honorar muss ein gebildeter Zeitgenosse ein paar Jährchen arbeiten, aber vierzig oder 38 Stunden die Woche und nicht nur ein Computerprogramm mit ein paar Abgleichungen aktualisieren. Vielleicht will man sich ja auch bei der Stadt für teures Geld nur einer Alibifunktion bedienen, um im Nachhinein sagen zu können: Wir haben alles für den Einzelhandel getan...

Weiterlesen...

Ene mene miste, es rappelt in der Kiste oder

Wie man in der Provinz Recht auslegen und argumentieren kann

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Nee, nee, nee, ich fass es nicht! Damit der letzte Bürger des Landkreises Hildburghausen die Unbill des hochgeschätzten Stadtrats Dr. Peter Nowak (Die LINKE.) erfährt, hat er alle drei Zeitungen, die Tageszeitung und zwei Werbeblätter, mit seiner Argumentationskeule bestückt. Er hat auf dem Edeka-Parkplatz an der Schleusinger Straße geparkt, die Parkuhr nicht eingestellt und musste dann € 27 berappen, einschließlich Bratwurst. Die Bratwurst war nicht teurer als sonst. Und dann geht’s los, dann argumentiert er wie der letzte Hilfsarbeiter aus dem Vorwerk und schwört der leidgeprüften Leserschaft, dass er nie, nie wieder in diesem Markt einkauft...

Weiterlesen...

Seufzen auf dem Philosophenweg oder

Vorne hui und hinten pfui

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

In der Beurteilung Hildburghausens muss man im Gegensatz zu manchem Kaffeeklatsch und mancher Stammtischrunde fair sein. Das Städtchen war noch nie so sauber wie gegenwärtig. Selbst der Innenhof des Meyerschen Instituts in der Oberen Marktstraße ist zu nennen, kein Zigarettenstummel war am vergangenen Freitag mehr zu sehen. Die meisten Straßen und Bürgersteige unter städtischer Obhut oder der Gebäudewirtschaft verdienen genannt zu werden, tip-top. Bei einzelnen privaten Immobilienbesitzern ist die Ordnungsliebe abhandengekommen oder war nie so richtig ausgeprägt...

Weiterlesen...

Beinahe in eigener Sache:

Wenn das Bruder Martin wüsste

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Gottlob hat der Medien- und Vermarktungsrummel um die Reformation nachgelassen. Selbst ich kann mich noch an meine Schulzeit erinnern, als du als Nichtkirchenmitglied allerlei Aktivitäten zu Luther und die Reformation, also zum Beginn der Neuzeit, ausgelöst hast, und das in einem gottlosen Staat, einer Diktatur. Deine postgeschichtliche und philatelistische Sammlung zum 500. Geburtstag Martin Luthers ist mit großem Erfolg in der Schlosskirche zu Wittenberg gezeigt worden, im Historischen Rathaus Hildburghausen hast du eine Sonderausstellung gestaltet, Zeitungsbeiträge hast du geschrieben. Nach dem DDR-Zusammenbruch spielte die Reformation in vielen Büchern deines Verlages eine große Rolle, in deinen Chroniken ohnehin.

Weiterlesen...

Ochsen gehören auf den Acker und nicht ins Rathaus

(altes deutsches Sprichwort)

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Oh, oh, oh, lieber Hausen. Eine harsche Kritik ist heute von der Verwaltungsgemeinschaft Heldburger Unterland an das Standesamt in Hildburghausen im Blättchen zu lesen. Heldburg wollte Kosten sparen und übergab Anfang 2014 die Aufgaben des Standesamtes ihrer Verwaltungsgemeinschaft an Hildburghausen. Doch damit war man in der Kreisstadt anscheinend überfordert.

Herr Hausen:

Ich finde diese Mitteilung ziemlich ärgerlich und blamabel zugleich. Vermutlich liegt es daran, dass die Damen und Herren Beamten noch nie in der freien Wirtschaft tätig waren. Sie wähnen sich ihres Arbeitsplatzes sicher und haben nichts zu befürchten, höchstens den Geruch von Faulheit und fehlender Organisation...

Weiterlesen...

Triestes Herbstwetter, ein tropischer Vogel und lapidare Gedanken

Sauwetter, die letzte Oktoberwoche beginnt mit Bettgedanken. Warum bin ich eigentlich heute aufgestanden? Gegenüber meines nicht mehr benutzbaren Lieblings-Chlochmerles in der Rückertstraße nahe der Post hüpft mir doch beinahe ein spatzengroßes buntgefiedertes Vögelchen über den Fuß, vogelmunter ist der kleine Piepmatz mit seinem exotischen Federkleid. Aber, hallo, der ist nicht in der mitteleuropäischen Natur gezeugt worden, eher mit dem Zoohandel nach hier gelangt. Vielleicht war er noch wenige Stunden zuvor wohlbehütet in einem Wohnzimmer, die Neugierde auf die Freiheit ließ ihn ausbüxen.

Gedanken entwickeln sich...

Weiterlesen...

Als 1988 die Dänische Botschaft besetzt wurde

Zum Tode Wolfgang Mayers am 2. Oktober 2017

Dr. Wolfgang Mayer, Diplom-Lehrer und Politikwissenschaftler, der am 9. September 1988 mit 17 ausreisewilligen DDR-Bürgern aus Ilmenau in Thüringen die Dänische Botschaft in Ostberlin besetzt hat, ist am 2. Oktober in Speyer/Rheinland-Pfalz seinem langjährigen Krebsleiden erlegen.

Geboren am 20. Januar 1950 im Vogtland als Sohn aus dem Sudetenland geflüchteter Eltern, erwarb er 1968 an der Erweiterten Oberschule „Fritz Heckert“ in Zeulenroda das Abiturzeugnis und zugleich den Facharbeiterbrief als Maschinenbauer. Danach arbeitete er als Postangestellter und verrichtete seinen „Ehrendienst“ bei der „Nationalen Volksarmee“ im Nachrichtensektor.

Von 1970 bis 1975 studierte er Pädagogik an der Martin-Luther-Universität in Halle-Witt...

Weiterlesen...

HILDBURGHÄUSER FREUNDSCHAFTSBUND (HFB)

Ingenieur-Verbindung HILDBURGIA

Ansprache von Martin Leidinger am 3. Oktober 2017

zur Wiedereinweihung der Gedächtnisbrücke am Neuen Technikum

Sehr geehrte Frau Landtagsabgeordnete Kristin Floßmann, sehr geehrter Herr Bürgermeister Holger Obst, sehr geehrte Frau Schulleiterin Corinna Müller, sehr geehrte Gäste dieser Einweihungsfeier!

Ich spreche heute im Namen der Verbindungen des Hildburghäuser Freundschaftsbunds, in denen, wenn auch inzwischen an anderen Orten, die Ideale der Verbindungen weitergelebt werden, die dieses Bauwerk initiiert und seine Errichtung finanziert haben.

Ich hatte das persönliche Vergnügen, mich intensiver mit der Geschichte des Hildburghäuser Technikums und seiner Studentenverbindungen beschäftigen zu dürfen...

Weiterlesen...

Unschuldige Spießgesellen und

der raue Ton des Pöbels

In einer Tageszeitung der Region findet sich eine Einschätzung der Bundestagswahl des Herrn Genossen Kummer, einst Unteroffizier des Stasi-Wachregiments:

Platz drei im Landkreis ist für uns eine sehr schwierige Entwicklung, die mich befürchten lässt, dass der Umgangston in der Politik in der nächsten Zeit immer rauer wird und die Aggressivität, die im Wahlkampf zu spüren war auf die Gesellschaft niederschlägt“, sagt MdL Tilo Kummer. „Ich mache mir ziemliche Sorgen, wenn man erlebt, wie eine Bundeskanzlerin und ein Außenminister bedroht werden, da bilden sich für mich historische Parallelen aus. Die anderen Parteien müssen sich gründlich überlegen, wie sie darauf reagieren.“

Am 28...

Weiterlesen...