Auch demokratische Prozesse haben ihre Tücken und ihre Unwägbarkeiten

stimmen

 

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Gestern hatte ich vergessen, etwas zu fragen. Herr Demokrat hatte am 19. Juli 2012 in seiner iPhone-Nachricht zum Eingang des Schreibens zur Zulassung des Bürgerbegehrens geschrieben: „Der Antrag gilt als angenommen, wenn die Mehrheit der gültigen Stimmen auf sich vereint, sofern diese Mehrheit 15 von Hundert der Stimmberechtigten beträgt, also ca. 1.500 Bürger von Hildburghausen sich beteiligen. Mit einem entsprechenden Entscheid wird nach jetzigem Stand also voraussichtlich im November/Dezember zu rechnen sein.“

Herr Hausen:

Das schrieb Herr Demokrat – seinerzeit. Das geht mir nicht aus dem Sinn. Die Bürgerinitiative rechnete, schöpfte Hoffnung und mahnte zur Vorsicht, denn auch demokratische Prozesse haben ihre Tücken und ihre Unwägbarkeiten.

Frau Schildburg:

Hier hat doch jemand gelogen, getrickst oder die letzten „Geheimnisse“ der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO) nicht verstanden. Das wäre reichlich blamabel. Man muss kein Mathematiker sein, um Differenzen festzustellen: Entweder war Herr Demokrat mal wieder nicht so richtig informiert, oder Hildburghausen hat in einer Zeit von überschaubaren Monaten eine Riesenzahl an wahlberechtigten Einwohnern dazu bekommen, vielleicht auch noch einige Seniorenheime eröffnet.

Herr Hausen: 

Liebe Schildburg, du hast es erkannt, gerne will ich die Zahlen dagegen stellen. Da käme schon ein Grundschüler ins Grübeln: 
2.394 Bürger haben am Bürgerentscheid am 21. April teilgenommen, der Herr Demokrat schrieb damals von 1.500, aber allein

1.656 (69,1 %) haben gegen die Exhumierung votiert und 
738 (39,1 %) dafür.

Frau Schildburg:

Es gibt nur ein Ergebnis, das für die Zukunft zählt: Den Damen und Herren des Stadtrats und dem Herrn Demokraten muss man auf die Finger schauen, aber gründlich.

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