Kategorie Schildburghausen

Nach der Wahl ist vor der Wahl und die Beliebtheit Hildburghausens

Frau Schildburg:

In Hildburghausen wird sicherlich keine Befragung kommen, ob Hildburghausen noch zu Hildburghausen gehören will. Die Hildburghäuser werden selbstbewusster, denn nach der Wahl ist vor der Wahl.

Herr Hausen:

Seine Heimat darf man nicht aufgeben, auch wenn die Bedeutung sinkt. Die Chancen, die wir uns 1993/94 mit der Kreisgebietsreform erkämpft haben, dürfen wir nicht leichtfertig verspielen. Wir müssen noch langfristiger denken, vor allem die Sympathie-Schieflage zwischen Stadt- und Kreisverwaltung beseitigen. Darüber sollte ausführlich geredet werden, sehr ernsthaft. Wenn dich niemand mehr mag, bewegst du dich in die absolute Bedeutungslosigkeit.

Frau Schildburg:

Du hast recht, Hildburghausen hat sich viele Jahre in Richtung  Bedeutungslosigkeit bew...

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Bürgerbefragung?

revolution
Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Gestern haben sich die Veilsdorfer für einen gemeinsamen Weg mit der Stadt Eisfeld entschieden.

Herr Hausen:

Gewundert habe ich mich nicht. Auch das durchschaubare Buhlen der LINKEN. um die Gunst der Veilsdorfer in Sachen Regelschule war wohl so erfolgreich nicht. Jetzt werden sie sich hinter der Demokratie verschanzen und über die bösen, bösen unsachlichen Gegner lamentieren.


Frau Schildburg:

Gleichamberg hat sich mit Römhild zusammengeschlossen, die Einheitsgemeinde Straufhain tendiert zu Heldburg und nun ist Veilsdorf auch noch weg. Niemand möchte zu Hildburghausen gehören. Vor den Toren der größten Stadt des Landkreises ist Schluss...

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„Die Täfele an die Häuser“

Taefele

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Freitag war gestern, den hatte ich mir redlich verdient, und ich leistete mir bei Hanusch’ einen Eiskaffee. Da kamen wieder Radfahrer, der Mundart nach aus Unterfranken, blätterten in einem Prospekt, suchten Häuser und die einstigen Wohnsitze berühmter Persönlichkeiten und fragten, wo Carl Barth wohnte, wo Otto Ludwig zur Schule ging oder Heuschkel musizierte. Da und dort konnte ich helfen, aber im Grunde genommen, kamen wir uns alle ziemlich alleingelassen vor.

Herr Hausen:

Ja, „Die Täfele an die Häuser“.

Frau Schildburg:

Mein Gott, welch ein seltsames Deutsch „die Täfele an die Häuser“?

Herr Hausen:

Ich meine das Gedicht unseres Stadtbaumeisters und Heimatdichters Bernhard Sendelbach „Die Täfele …“

Frau Schildbu...

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Für jeden etwas

revolution

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Unsere Volksvertreter, Politikerköpfe sind wieder allüberall zu sehen, manche sogar mit einem Bildnis kurz nach Konfirmation, Kommunion oder Jugendweihe. Da hängen sie wieder an Laternen, Gartenzäunen und Strommasten. An manchen Stellen ersetzen sie richtige Sichtschutzwände. Das ist allemal nützlich für Dreckecken in der Stadt. „Wanted!“ stand im Wilden Westen auf den Plakaten und die Summe des Kopfgelds.

Herr Hausen:

Ja, selbst die Wespen von den Obstständen setzen sich auf die retuschierten Honiglippen, um Süßes zu erhaschen. Und die Haut ist frei von Pickeln, Warzen, Sorgen- und Lachfalten sowie Rasierscharten, so glatt wie manches Hinterteil...

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Revolution?

revolution

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Was hast du denn heute für ein Grinsen im Gesicht? So gute Laune oder sinnst du wieder hämisch über etwas nach?

Herr Hausen:

Ich komme gerade aus der Stadt. Dort sprangen mir unweigerlich einige Wahlplakate der Linken ins Gesicht: „Der Osten wählt rot. – Klar!“ oder „100 % SOZIAL“ bzw. „Erstmal DIE LINKE. wählen!“

Frau Schildburg:

Ich fuhr gestern in den Kreisverkehr der Schleusinger
Straße und las auf einem Monsterplakat das Wort „Revolution?“. Ich war erschrocken und völlig irritiert und hatte zu tun, mein Auto durch den Kreisverkehr zu zirkulieren, denn Bilder wie Demonstrationen, Barrikaden und völliger Umsturz gingen mir durch den Kopf...

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Aber nicht eitel wie ein Hahn?

Gockel

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Lieber und bester Hausen!

Herr Hausen:

Ist deine Anrede Charme oder nur Koketterie?

Frau Schildburg:

Nein, ich habe mich am Donnerstag auf dem Hildburghäuser Markt nicht anstecken lassen von der Koketterie, auch nicht von den Original-Sozialen und ihr Buhlen um die Gunst der Wähler, dessen Rot im ehemaligen Laden von Minna R. in der Apothekergasse langsam verblasst.

Herr Hausen:

Du hast es richtig erkannt, Koketterie ist eitles und gefallsüchtiges Verhalten. In Frankreich heißt es coquet, das bedeutet schlicht hahnenhaft, eitel wie ein Hahn. – Aber, wie kommst du auf das Thema?

Frau Schildburg:

Beim Aufräumen fand ich einen Zeitungsartikel, einen „Aufmacher“, wie man in der Branche sagt, vom 8. September 2007...

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Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern

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Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

In Kölner Mundart wird das Zitat Konrad Adenauer zugeschrieben, auch wenn es vor ihm schon andere gebrauchten.

Herr Hausen:

Wie kommt denn der Altkanzler in unseren kleinen Gelegenheitsdialog?

Frau Schildburg:

Soeben las ich in Freies Wort-Online, dass die Exhumierung unserer Dunkelgräfin in drei, vier Wochen, also Anfang September, vorgenommen wird.

Herr Hausen:

Darüber bin ich nicht sprachlos, denn du musstest doch selbst oft genug erfahren, dass es in Hildburghausen einige Leute in Verantwortung gibt, die wortbrüchig werden. Letzte Woche habe ich einige alte Zeitungsausschnitte einsortiert.

Am 03.07.2002 heißt es in der „Frankfurter Rundschau“:

„Die Erkenntnis des Bürgermeisters, dass ein Mysterium manchmal mehr wert ist als gente...

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Gebetsstunde am Stadtberg?

sekte

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Hast du es heute im mdr-Radio gehört, Heimatsender nennt er sich, und öffentlich-rechtlich ist er? Die haben doch ohne Gewissensbisse berichtet, auf der Mahnwache wurde gegen die Öffnung des Grabes der Dunkelgräfin am Stadtberg oberhalb des ehemaligen Schulersberges gemeinsam gebetet und kirchliche Lieder  gesungen. Mein Gott, wie theatralisch. Da ist doch der Herr Reporter seinen Wahrnehmungsstörungen zum Opfer gefallen, oder hat er gar etwas geraucht?

Herr Hausen:

Du hast doch etwa den Schwachsinn nicht geglaubt? Ich habe mich über diesen Gag fast hingeschmissen, aber meine alten Knochen … Alles Taktik, der mdr muss doch beweisen, welche rückwärtsgewandte Menschen den Wissenshunger des Senders verhindern, diese reaktionären und weltfremden Ex...

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Zensus und Fehlendes

Staatshaushalt

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Wer hat denn beim Zensus im Jahr 2011 wen hinter das Licht geführt? Mich hat niemand und dich wohl auch nicht befragt. Da könnten wir wohl einfach verschwinden oder eine Erbtante wiederbeleben und Geld kassieren?

Herr Hausen:

Wenn das raus käme, ständest du morgen auf der Titelseite eines berühmten Boulevard-Blattes und wärst die größte Betrügerin Deutschlands. Und ich werde auch durch den Blätterwald gejagt, weil wir solche satirischen Texte schreiben.

Frau Schildburg:

Seit wann stört dich das? Aber Hildburghausen zählt jetzt 80 Leute weniger, für 80 Leute gibt es vom Land weniger Finanzzuweisungen...

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Political correctness

Arschgeige

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Deine Sorgen möchte ich an diesem subtropischen Tag haben: Parkinsonsche   Gesetze. Seit wann beschäftigst du dich mit Medizin? Das ist ungewöhnlich. Ist es die Hitze?

Herr Hausen:

Nein! Mit Parkinson ist nicht die neurologische Erkrankung gemeint, sondern die Parkinsonschen Gesetze sind ironisierende soziologische Darstellungen, die im Kern sagen, dass sich Arbeit genau in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht – und nicht in dem Maße, wie komplex sie tatsächlich ist...

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