Das ist kein Lebenszweck:

Hundekacke und Zigarettendreck

Frau Schildburg:

Nach langer Zeit war ich mal wieder in meiner alten Joseph-Meyer-Schule in der Oberen Marktstraße 44. Schmuck sieht sie aus, nicht mehr so trist wie anno dunnemals, und da fallen mir unendlich viele historische Daten ein. Auch sie ist wie unser Historisches Rathaus eine steinerne Chronik. Das Gebäude könnte nach dem großen Stadtbrand von 1779 eine Menge erzählen: Brunnquellsches Haus – Erbprinzenpalais – das weltbekannte Bibliographisches Institut unter Minna und Joseph Meyer – das Technikum unter Harmsen Wilhelm Rathke – Kaiserliche Reichspost bis 1892 – Zentralschule, später Joseph-Meyer-Oberschule und Staatliche Regelschule – grundlegende Sanierung: Post, Postbank, Staatliche Musikschule „Carl Maria von Weber“, Kreisvolkshochschule und, und, und.
Beim Betreten des Innenhofes war ich entsetzt. Hundekacke über Hundekacke, vor allem um das attraktive Joseph-Meyer-Denkmal herum, selbst die Sitzgelegenheit war ausreichend gepolstert. Der weggetaute Schnee macht jeden Haufen sichtbar, dazu Hunderte herumliegende Zigarettenkippen, nicht weil der Geistesgigant Joseph Meyer Nichtraucher war und er jeden Mitarbeiter aus seinen Unternehmungen raus warf, der zum Tabak griff.

Herr Hausen: 

Mit deutscher Leitkultur hat das wenig zu tun, denn die Gäste haben keine Hunde, die da gekommen sind, weil ihr Leben bedroht war, die keine Lebenschancen mehr sehen oder die ganz einfach besser leben wollen. Die Hundebesitzer sind Deutsche, unverbesserliche. Wir brauchen keine neuen Gesetze und Verordnungen in Hildburghausen oder sonst wo, wir benötigen nur eine konsequente Anwendung. Und in Deutschland kann man aber einige Dinge über Geld regeIn, das funktioniert. Ja, ich weiß, jetzt kommen wieder die gut denkenden Menschen (Gutmenschen sollte man nicht mehr sagen), die uns dann wieder predigen, dass doch die gesellschaftlichen Verhältnisse daran schuld seien, Frau Dr. Merkel beispielsweise und die anderen Bösen, es trifft dann wieder die Kleinen. Man kennt das ideologische geistige Trallala der Entrechteten.
Mit einer Klappe könnte man aber zwei Fliegen schlagen. Die Kreisvolkshochschule bietet neue Kurse an, z. B. wie man einen Hundekotbeutel nutzt oder wie man Zigarettenkippen fachgerecht entsorgt. Da hätte man doch einen guten Beitrag zur Integration von Deutschen in Deutschland und wie man im Ernstfall noch mit Zigarettenkippen umgehen kann …

 

 

  • Herr Hausen  schreibt:

    Lieber Wigbert. Für Ihren Hinweis danken wir sehr, denn das ist richtig. Es ist aber manchmal eine juristische Gratwanderung wegen des angeblichen Datenschutzes Ross und Reiter zu benennen. Wir werden weiterhin solche ästhetisch schöne Ecken erwähnen, denn Hildburghausen liegt uns sehr am Herzen..

  • Wigbert S.  schreibt:

    Der Innenhof ist manchmal eine Zumutung, ekelhaft. Ich möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Stadt in dem Fall nichts dafür kann. Das ist Sache des Kreises!

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