Der Schein bestimmt das Bewusstsein

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Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Unlängst habe ich den philosophischen Satz von Karl Marx gelesen: „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“ und mir Gedanken gemacht, vor allem auch zu Hegels Philosophie, die er damit angreift.

Herr Hausen:

Karl Marx war sicherlich ein großer Philosoph und sein Werk ist durchaus in der Bundesrepublik gepflegt worden, allerdings nicht die Verbrechen und das millionenfache Leid, die in seinem Namen die angeblichen Kommunisten und Sozialisten über die Welt brachten.

Frau Schildburg:

Ja, das verstehe ich, aber auch deinen Ärger. So muss ich immer über deinen Satz nachdenken: Wenn sie (Die Linke.) ihren Mund aufmachen, ist immer ein Hauch von Fahnenappell oder von Louis Fürnbergs schrecklichem Lied „Die Partei, die Partei, die hat immer Recht …“ dabei.

Gestern hättest Du in dem privaten Fernsehsender Sat.1 in der Talksendung „Eins gegen Eins“ mit Claus Strunz zu beinahe nachtschlafender Zeit den Strahlemann der Nation, Gysi, erleben können. Man muss nur immer wieder die gleichen Sätze parlieren und darf die Diskussionspartner nicht zu Wort kommen lassen, halb am Thema vorbeireden, dann hat man den Beifall der Zuhörer auf seiner Seite. Vor allem muss das gebetsmühlenhaft geschehen.

Müsste als Ergebnis der Marxsche Satz nicht lauten: „Der Schein bestimmt das Bewusstsein?“

Herr Hausen:

Das war schnell und richtig gedacht. Ja, „Gregor“, der „Wächter, Hüter und Hirte“ der Unterdrückten beherrscht das Spiel mit den guten Unterdrückten und den bösen Reichen. Selbst bei den Brüdern Grimm bliebe da noch etwas Luft.

Frau Schildburg:

Da beansprucht einer der Mandanten Gysis Goldbarren im Wiederbeschaffungswert von 43,8 Mio € (43.800.000 EURO) von einer Schweizer Bank, und er bat ausgerechnet Maschmeyer, den er oft genug verteufelte, ihm bei der Freigabe zu helfen. Der lehnte dankend ab. Und dieser Rechtsanwalt Gysi stellt sich hin und sagt, der Herr sei verarmt und Hartz-IV-Empfänger. Wie passt das zusammen, ein Multimillionär und Hartz-IV-Empfänger? Muss man nicht schon bei der Antragstellung seine Vermögensverhältnisse offen legen? Glaubt der Herr Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Deutschen Bundestag, der Kämpfer für die Gerechtigkeit, eigentlich noch selbst an das, was er sagt? Mancher Leser wird sich sicherlich an seine Dampfplauderei unlängst in Hildburghausen erinnern. Zum Nulltarif hilft doch G. G. diesem Supermillionär nicht. Sieht so soziale Gerechtigkeit aus?

Herr Hausen:

Ja, die haben heute wieder das gleiche Selbstbewusstsein wie zu Zeiten der SED, ihrer Vorgängerpartei, und sie werden bejubelt. Eigentlich sind doch dieZeiten längst vorbei, dass das Zentralkomitee der SED beschließt, dass alles in Ordnung ist und die Menschen gefälligst glücklich sind.

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