Der Trumpismus lässt grüßen

Frau Schildburg:

Aus der Ferne kann wohl keiner so richtig Trump analysieren, vor allem weil so viel an Obama schöngeredet wurde, aber seine Selbstbestimmtheit, seine Selbstherrlichkeit lassen mich nicht ins Grübeln kommen. Solche demokratisch gewählten Gegenspieler sind immer willkommen, hat doch endlich die Menschheit wieder einen Typen, für den sie dankbar, höchst dankbar ist, weil man im eigenen Filz eine Figur hat, an der man alles Leid und Elend der Menschheit festmachen kann. Wie armselig sähen doch zig Talkrunden aus oder zehntausende Tonnen nicht bedrucktes Papier. Mich treibt allerdings in allernächster Nähe um, wie angeblich demokratische Parteien mit Steuermitteln und vor allem mit der Glaubwürdigkeit umgehen, wie sie willkürlich und je nach Bedarf mit der Demokratie spielen und immer im Recht sind, juristisch gesehen. Moral spielt schon längst keine Rolle mehr.

Herr Hausen:

Ich ahne, liebe Schildburg, was dich in früher Morgenstunde umtreibt. Die rot-rot-grüne Unfähigkeitsregierung hält mit ihrem SPD-geführten Innenministerium unter seinem Vorsteher Poppenhäger eine Umfrage zur Gebietsreform unter Verschluss. 32.573 EURONEN soll der Spaß gekostet haben. Und die gefällt den Regierenden wohl nicht. Dass eine alte Frau für diesen Betrag ziemlich lange stricken muss, kann man durchaus vermuten. Dann ist sie noch nicht einmal genehm, das ist höchst unangenehm. Und die böse Opposition vermutet auch noch, dass zwei Umfragen in Auftrag gegeben und mit SteuerCents beglichen worden sind. Peinlich!
Wahrheit tut eben manchmal weh, da ist der Drang zur Manipulation drängend. Da bleibt eigentlich nur eine vernünftige Frage, ab sich kein Linker, Sozialdemokrat oder Bündnis-Grüner als anständige Persönlichkeit findet und diesem üblen Treiben entgegen tritt. Anstand und Demokratie sind gefragt. Man stelle sich nur vor, die CDU hätte eine Gebietsreform geplant, da wäre das linke Lager reichlich mit Statements, Debatten, Protestversammlungen und Demos beschäftigt gewesen. Der Trumpismus lässt grüßen.
Übrigens, nicht die Politik ist eine Hure und verdirbt den Menschen, sondern Menschen verderben die Politik und huren mit ihr umher.

  • WilliWillsWissen  schreibt:

    Zu den „neuen“ Gebietsreformvorschlägen vom 19.4.17:
    Ich habe heute in der online-Ausgabe unserer „Lieblings“-Tageszeitung folgende Äußerung unseres Bürgermeisters a.D. gelesen (man fragt sich wofür a.D. wohl alles noch stehen mag):
    „Beispielsweise gebe es nach den Vorstellungen Poppenhägers demnächst in einem Landkreis mit den Theatern in Eisenach und Meiningen gleich zwei bedeutende Kultureinrichtungen, die mit Landesgeld gefördert würden. „Und was habe ich in dem anderen Kreis an vergleichbarer Kultur? Nüscht“, sagte Harzer.“
    Hä ?!?! Wir haben kein Theater ???? und wir haben vor allem nicht „Südthüringens allerallergrößtes Volksfest“???
    Woher kommen dann die vielen zusätzlichen Ausgaben, die uns unser Herr Bürgermeister a.D. samt Stadträten ans Bein gebunden haben. Linkes Gequatsche sage ich da nur, man dreht es sich, wie man es gerade gebrauchen kann.

  • Richard  schreibt:

    Vollmar von der FDP in Schleusingen, schade, dass die Partei momentan kaum noch wahrgenommen wird, hat schon eine Reihe von sehr guten Leserbriefen geschrieben. Ich erinnere mich bspw. noch, als der Landtagsabgeordnete Tilo Kummer gegen den Bergsee Ratscher wegen der Blaualgen intrigierte. Es ist ihm anhand nachweislicher Gutachten nicht gelungen, eigentlich war sein ganzer Auftritt ein Blamage. Nur wer verfolgt das heutzutage schon so genau?
    Bei der Gebietsreform verhält es sich ähnlich, nicht umsonst werden diese teuren Gutachten verschwiegen. Da hat sich die Rot Rot Grüne Regierung wohl selbst ein Ei gelegt.

  • WilliWillsWissen  schreibt:

    Ich habe zur Gebietsreform einen interessanten Artikel in der Neuen-Henneberger-Zeitung gefunden, es gibt doch tatsächlich noch Zeitungen,die kritische Meinungen zur Gebietsreform veröffentlichen

    „Okkupation ist fair?“
    Stellungnahme der FDP Schleusingen zur geplanten Gebietsreform

    Schleusingen (red). Die geplante Gebietsreform der Thüringer Landesregierung wird begleitet von Ideen teils aus Erfurt, teils aus der Regionen, die die Zusammenlegung bzw. Abspaltungen von Gemeinden zum Inhalt haben. Sie werden momentan – gerade von lokalen Politikern und Partei-Verbänden hitzig diskutiert. Die Redaktion der NHZ erreichte heute, 7. Februar, folgende Stellungnahme von Thomas Vollmar, FDP Schleusingen:

    „Regionale Medien berichten, rotrotgrüne Politiker, wie Frau Leukefeld und Ministerpräsident Ramelow wollen die Gemeinde St.Kilian nach Suhl zwingen. Dass St. Kilian sich in einer Bürgerbefragung mit überwältigender Mehrheit gegen eine Vereinnahmung nach Suhl aussprach, ist hinlänglich bekannt. Ramelow nennt die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger St. Kilians, sich -wie seit Jahrhunderten!!!- Richtung Schleusingen zu orientieren, unfair und ungerecht.

    Mit dem Geld der Bürger ging man in St. Kilian 27 Jahre sehr viel verantwortungsvoller um, als in Suhl. Dafür verzichtete man auf manche Annehmlichkeit. St .Kilian verschleuderte eben nicht sein Zentrum für eine Mark, um es für Millionen und Abermillionen zurückkaufen und sanieren zu müssen. St. Kilian unterhält eben kein defizitäres CCS. St. Kilian sponserte eben nicht jahrzehntelang ein Schießgelände mit zig Millionen. Ebenso wenig unterhält St. Kilian 16 kommunale Firmen mit entsprechend teuren Geschäftsführungen, Aufsichtsräten, Pensionsverpflichtungen, die dann auch noch Gelder an den Börsen verzocken. All das sind keine kommunalen Aufgaben, das Geld der Bürger dafür nicht gedacht. Der Lohn für St. Kilianer Vernunft sind Schuldenfreiheit, geringere Abgabenlast und Handlungsfähigkeit. Um diesen Lohn will die rotrotgrüne Landesregierung die Menschen jetzt bringen und das nennt man dann auch noch gerecht? Grundgesetz und Thüringer Verfassung legen Selbstbestimmung und den Schutz des Eigentums fest. DAS ist gerecht.

    Welcher Irrsinn da rauskommt, springt jedem ins Auge an einem möglichen Konstrukt von St. Kilian bis – man glaubt es kaum – Gehlberg, Frauenwald, Benshausen, Oberhof. Weder Gehlberg, noch Frauenwald oder St. Kilian würden noch irgendeinen Einfluss auf einen Stadtrat in Suhl ausüben können. Vielleicht bei der Benennung der Straßen. Spätestens bei den Gebühren für selbige ist dann Schluß. Aber die Suhler Politprominenz tummelt sich dann in den VIP-Logen Oberhofs. Die Randgemeinden werden ausgesaugt wie die Zitronen und fremdbestimmt wie das Westjordanland. Am Ende sind alle gleich und zwar gleich arm. Kein Mensch, schon gar nicht aus den okkupierten Kommunen, wird solche Kraken kontrollieren können. Das Geld verschwindet wie der Schnee im Frühjahr. Genauso das kommunalpolitische Engagement der Bürger. Wer opfert denn Zeit, wenn er nichts erreichen kann? Rechte und linke Extremisten freuen sich Löcher in die Bäuche.

    Wenn in der Politik je etwas ungerecht und unfair war, dann solch eine Gebietsdiktatur. Mandatsträger die dafür im Landtag ihre Stimme geben, dürften keinen Anspruch auf Wiederwahl haben, denn Sie verraten ihre Wählerschaft.“

    Quelle: FDP Schleusingen, Thomas Vollmar

  • WilliWillsWissen  schreibt:

    Anstand und Demoktratie sind gefragt … ich befürchte, die hat bei denen keiner, sonst hätten wir diese Regierung gar nicht erst!

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