Die Freien Wähler haben uns ausgelinkt

angepisst

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Neben viel Anerkennung bekomme ich immer wieder die Frage gestellt, weshalb ich mich so engagiere. Eigentlich müsste ich resignieren, denn in Hildburghausen eine andere Meinung zu haben, ist doch beinahe zwecklos.

Herr Hausen:

Das ist auch Hildburghausen. Die wollen dir sagen: „Nun ist es gut, halte Ruhe. Das ist alter Schnee vom vergangenen Winter.“ Meine Lebenserfahrung ist eine andere. Vor einiger Zeit sagte ich: „Nur im Heute und in der Zukunft möchte ich nicht leben, dann wäre ich nur ein halber Mensch.“

Frau Schildburg:

a, die Leute diskutieren noch sehr heftig. Auf der anderen Seite haben die „Freien Wähler“ Hildburghausen den Link www.dunkelgraefinhbn.de aus ihrer Homepage weggenommen, warum auch immer, fragten sie auch nicht, ob sie ihn setzen dürfen.

Herr Hausen:

Die Meinung der Freien Wähler brauche ich nicht. Sie haben sich – wie bei Opportunisten üblich – wieder brav ins gemeinsame Boot eingeordnet. Wasch’ mich, aber mach’ mich nicht nass. Ihre Meinung geht nicht mit unserer konform. Sie sehen ihre demokratische Aufgabe erfüllt, und dem eigentlichen Gegner gefällt es wie blanke Sahne. Weitere gemeinsame Ziele zu unserer Madame Royale haben sie nicht mehr. Sie werfen sich damit auch kein demokratisches Fehlverhalten vor, im Gegenteil, sie werden mein Nachhaken und meine Gedanken arg als antidemokratisch kritisieren. Selbst wenn es eine Abstimmung gegeben hat, muss ich doch nicht plötzlich eine andere Meinung haben. Die „Freien Wähler“ sind inzwischen auch nicht mehr frei, sondern eher eng begrenzt wie eine Partei. – Die LINKEN. handeln im gewohnten Stil „Unsere Agitation gib uns heute …“. Das wirst du übrigens wieder zum Marktfest erleben, wenn ihr Oberhirte Gregor kommt und seine Heilslehren von der Gerechtigkeit ausstreut. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Frau Schildburg:

Gehst du mit ihnen nicht ein wenig zu hart ins Gericht?

Herr Hausen:

Nein! Schau’ doch mal genau hin, damit will ich nicht sagen, dass sie alle ideologische Betonköpfe sind. Menschen, die sich jahrzehntelang der sozialistisch-kommunistischen Indoktrination widerspruchslos ausgesetzt haben, wollen sich ihre begrenzten Lebenserfahrungen, für die sie gelebt, gehofft und auch teils gelitten haben, in der Demokratie auch nicht nehmen lassen.

Frau Schildburg:

Und die Freien Wähler, die uns so elegant ausgelinkt haben?

Herr Hausen:

Ihnen ist es vielleicht heute peinlich, dass sie mal für uns sympathisiert haben. Das ist eben auch demokratisch. Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.“, heißt es nach Friedrich Schiller in „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“. Übrigens, der württembergische Deserteur schrieb als jugendlicher Dichter 1782/83 wenige Kilometer von hier entfernt, in Bauerbach, an diesem Trauerspiel. In Entscheidungssituationen erlebst du, wer deine Freunde sind und wer dich nur benutzt. „Der Dank ist eine Kannbestimmung“ hätten wir in früheren Zeiten gemosert.

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