Die LINKE. im Thüringer Landtag fordert, dass bei Kommunal- und Landtagswahlen auch Jugendliche ab 16 Jahre ihre Stimme abgeben können.

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Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Hast du heute schon die Presse gelesen? Die Fraktion Die LINKE. im Thüringer Landtag fordert, dass bei Kommunal- und Landtagswahlen auch Jugendliche ab 16 Jahre ihre Stimme abgeben können.

Herrn Hausen:

Ja, die Melodie kenne ich, weil sie so neu nicht ist. Unmodern bin ich nicht, aber ein Lächeln konnte ich mir nicht verkneifen. Sogar einen Gesetzesentwurf haben sie schon in der Schublade und werden ihn bei der nächsten Landtagssitzung einbringen. Das ist ihr gutes Recht, eine Zweidrittelmehrheit wird es zeigen, ob die leidige Politikverdrossenheit nicht in eine Politikverweigerung führt. Das muss alles jetzt sehr schnell gehen im Hinblick auf die Wahlen 2014. Neben der Thüringer Landtagswahl werden auch in Hildburghausen der Bürgermeister und die Stadträte neu gewählt.

Frau Schildburg:

Es ist halt sehr mühselig, das „Wählerstimmenbäumchen“ zu pflegen, bis es endlich wächst. Da wird nicht mit der „Gees geackert“, wie man bei uns so trefflich sagt. Endlich eine neue Idee, das Wählerpotenzial einfach per Gesetz zu erhöhen. Vor allem in Hildburghausen werden die wahlberechtigten Einwohner wieder die 10.000 übersteigen.

Herr Hausen:

Na, du bist wieder sehr euphorisch, liebe Schildburg. Bisher haben sie es kaum geschafft, 18-jährige Jugendliche an die Wahlurne zu bekommen, da dürfte es bei den 16-Jährigen auch nicht viel anders sein. Wenn sie auch schreiben, viele junge Menschen engagieren sich längst für die Gesellschaft, trifft das noch lange nicht für alle zu. Da ticken die Uhren anders. Übrigens, die Jugendlichen sollte man doch auch mal befragen. Nur etwa 20 Prozent der Jugendlichen finden das nach Befragungen richtig, was machen wir mit den übrigen 70 oder 80 Prozent, die werden ganz einfach demokratisch überstimmt? Aus den Kreisen der für mich nach wie vor ominösen Piratenpartei kommt sogar der Ruf nach einem Wahlrecht ab Geburt … Traumtänzer. Wenn ich meinen Enkel befrage, würde der sich bestimmt auch entscheiden. Er wählt nämlich schon gerne selbst aus. Seine staatsbürgerlichen Pflichten sind sicherlich Salzstangen, Smarties, das Sandmännchen, das Zubettgehen verzögern und mit dem Bagger in einem Sandkasten spielen, denn er ist sehr kreativ. Stehen wir lieber für eine gute Kinder- und Jugendpolitik auf Landesebene und im kommunalen Bereich ein, dann brauchen wir uns auch um die Jugendlichen nicht so viele Sorgen zu machen, vor allem die Vorbildwirkung der älteren Generationen schärft das Demokratieverständnis.

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