Frau Schildburg in einer eMail an Herrn Hausen am 26. September 2017

Guten Morgen, lieber Hausen,

da gibt es in Deutschland momentan eine mächtige Katerstimmung wegen der fehlenden Kader. Da sollten sich die Damen und Herren Politiker doch endlich mal ihren Umgang mit der demokratisch gewählten AfD überdenken. Immerhin ist sie drittstärkste Partei geworden, in Thüringen sogar zweitstärkste. Und da die sogenannten Altparteien schon bei der Gründung der AfD im national-frontalen Einheitschor erklärten, dass sie mit diesen Schmuddelkindern nicht im gleichen Sandkasten spielen, macht man allenthalben jetzt lange Gesichter, und man wird wählen und wählen, bis niemand mehr Lust zum Wählen hat. Die Mitglieder und deren Wähler dürfen bislang zwar fleißig arbeiten, aber mitregieren dürfen sie nicht. Das geht auch nicht, das sind alles Nazis, und deswegen seien sie nicht koalitionsfähig. Und inzwischen erklären sich auch die zur Troddeligkeit verkommenen Altparteien gegenseitig ihre Antipathien. Die halbgewalkten Sozis wollen nicht mehr mit Frau Dr. Merkel, die Grünen haben gegen all die bösen Buben und Mädels, die eine Menge gegen die Liberalen haben und umgekehrt und vor allem gegen die mit Benzin- und Dieselautos in den Sandkasten kommen, die LINKEn wollen mit keinem, der auch nur mit einer Spielzeugkanone in den Sandkasten spaziert, vielleicht einen Tausender übrig hat und, und, und. Ansonsten ist ja diese Partei, die sich auf einstige Militär- und Stasikader gegründet hat, nur für Friede, Freundschaft, Eierkuchen, so richtig schön. In Thüringen fand die AfD weit mehr Wähler als LINKE oder GRÜNE zusammen, hier ist sie, wie schon erwähnt, sogar zweitstärkste Partei. Ausgrenzen und Ignorieren konnte die Landesregierung im Erfurter Sandkasten perfekt, sogar so gut, dass sie von der Mehrheit der Wähler nicht mehr gewollt ist. Schon wenn ich an den Bestimmer denke, den tapferen Bodo, dem der Sandkasten viel zu klein ist, er braucht große Felder, in Heichelheim liegen sie. Dort versteckt er im Frühjahr Kartoffeln und im Herbst sucht er sie. Sogar das Volk lässt er mitspielen in Form vonausgesuchten Schulkindern. Inzwischen macht er das schon mit Gummistiefeln und nicht mehr mit Halbschuhen. Der Schlips darf nicht fehlen. Den Kartoffeln gegenüber muss man schon korrekt und ehrerbietig auftreten, denn man kann schöne Dinge daraus zaubern: Detscher, Thüringer Klöße, Pellkartoffeln, Zammete und sogar Fritten, das wissen die wenigsten. Es wird höchste Zeit für ihren Abtritt, die haben ohnehin nichts auf die Reihe gebracht. Aber jetzt bin ich vom Thema abgekommen. Am schlechten Wahlergebnis für Rot-Rot-Grün scheint nur die AfD schuld zu sein. Über sich selbst nachzudenken, ist viel zu schwer. Nehmt doch allein die Stimmergebnisse mit den Promi-Politikern Thüringens, wie schlecht ihre Parteien im Durchschnitt in ihren Heimatorten abgeschnitten haben. Da gibt es für den Kreis Hildburghausen wahre Lachnummern: Harzer, Höhn und Kummer. An diese Typen erinnert sich doch kaum noch jemand …

Ich habe ein Problem: Uns geht es sehr gut in Deutschland. Wenn die Wirtschaft ebenso funktionieren würde wie die Politik, hätten wir bald einen Einheitsstaat mit lauter armen Leuten, Elend, Krankheiten und Hunger. Ihr neunmalklugen Politiker, überlegt genau, wer mit wem spielt, sonst gibt es nicht nur im Sandkasten Ärger.

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