Funkstille in Hildburghausen

funkstille

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Oh, lieber Hausen, auch wenn mich mein Arbeitstag auf Trab hielt, aber dieser Zeitungsbericht heute im FW ließ mich nicht nur im Hinterkopf ständig darüber nachdenken. Selbst andere Themen wie die Schlagzeilen der letzten Wochen über Trump, Merkel oder Reichsbürger konnten es nicht ausblenden. Kommenden Sonntag ruft der Gänselieschen-Glühweinmarkt wieder zum Umtrunk auf, ein letztes traditionelles Highlight in diesem Jahr für unser Städtchen? Organisiert wird der Markt schon über Jahre durch den Werbering, also Einzelhändler, Geschäftspartner und Vereine, einen großen Anteil daran hat der Vereinsvorsitzende Bernd Klering.

Herr Hausen:

Ich weiß, worauf Du hinaus willst, liebe Schildburg, es muss ein „Geben und Nehmen sein“. Die Ankündigung, dass Herr Klering es letztmalig organisieren will, stimmte mich auch nachdenklich. Was haben wir denn noch in Hildburghausen? Wir haben eine faszinierende Geschichte, unsere Dunkelgräfin, wurde auch schon auf „Eis“ gelegt. Die Einzelhändler werden immer mehr wegen der Neugestaltung des“ Kaufland“ verunsichert. Dafür warb man sogar einige Ladenbesitzer aus der Innenstadt ab, um sich nach Umbaumaßnahmen im Ein- oder Ausgangsbereich zu etablieren.

Frau Schildburg:

Dadurch stirbt unsere wunderschöne historische Innenstadt weiter aus. Sieh dir nur die vielen leeren Geschäftsräume in der Unteren Marktstraße an! Ein Gebäude nach dem anderen versuchen die Eigentümer zu verkaufen. Die Stadt „ins Benehmen“ zu setzen – bei absoluter Funkstille? – stimmt mich natürlich traurig.

Herr Hausen:

Deshalb frage ich mich: Kann man sich bei so vielen Problemen nicht endlich mal an einen Tisch setzen? Dabei sind Bürgermeister und Stadtrat gefragt, hier geht es um Existenzen, die unserer Stadt gewogen sind. Da hilft nicht das Achselschütteln eines stellvertretenden Bürgermeisters. Will man nun Hildburghausen voranbringen oder nicht? Es gilt nur ein Miteinander!

Frau Schildburg:

So ist es, lieber Hausen, über den eigenen Schatten springen, hilft unserem Städtchen ganz sehr. Tun Sie es! An den Tisch setzen, alles ausbreiten und leidenschaftlich – aber nicht unversöhnlich – darüber reden. Das wird doch unter erwachsenen Leuten noch möglich sein?

  • Hildburghäuser  schreibt:

    Hat denn die vers(g)ammelte Linke aus dem Landkreis bereits ein Beileidstelegramm zum Tod des sozialistischen Massenmörders nach Kuba versendet?

  • Drachentöter 2.0  schreibt:

    Reden über die Zukunft der Stadt Hildburghausen hilft nun schon lange nichts mehr!
    Die vergangene rote Politik in der Stadt hat sie in Grund und Boden geplant. Wozu braucht eine Kleinstadt wie Hildburghausen sechs Supermärkte und als Krönung wurde der Bachplatz noch zugepflastert mit einem Einkaufstempel-wozu? Offensichtlich sind die Gewerbesteuern dieser Billigmärkte lukrativer als ein gesunder, hochwertiger Einzelhandel.
    Nicht umsonst wurde schon zu DDR-Zeiten der Ausdruck „SCHILDBURGHAUSEN“ geprägt. Zum Reden an einem Tisch ist die Zeit vertan.Man kann und soll nicht alles Schlechte in der Stadt dem ehemaligen roten Emporkömmling anlasten, es spielen noch weit andere Interessen eine Rolle, doch er hat dem Sterben der Stadt den Weg bereitet.

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