Harzers letzter Weisheitsschluss:

„Es ist halt so.“

Fürwahr, man muss es tatsächlich erst verdauen, und es wirkt sehr lange nach, was so mancher Protagonist der Exhumierung nach der „Enthüllung“ alles mit zweifelhaftem Mut oder Dummheit von sich gibt. Hat Herr Harzer, der das Projekt als Beschleuniger vorangetrieben hat, immer noch nicht begriffen, worum es eigentlich ging? – In „Freies Wort“ vom 30. Juli 2014 heißt es, und bislang gibt es von ihm keine Gegendarstellung: „Seinem (gemeint ist Holger Obst, die Verfasser) Amtsvorgänger Steffen Harzer, der die umstrittene Exhumierung vehement vorantrieb, ist die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. ‚Es ist halt so. Die Wissenschaft ist unbestechlich. Damit müssen wir jetzt umgehen’, sagt er. Nicht nur die Stadt, auch viele Historiker müssen eingeschlagene Pfade verlassen. Aber es locken neue Ufer. ‚Die Ergebnisse des Films sind geradezu eine Aufforderung, weiter zu forschen und das Geheimnis der Dunkelgräfin zu lüften.“ — Unglaublich, was hier Harzer und das Blatt von sich geben. Da muss man sich jeden Satz einzeln auf der Zunge zergehen lassen. Wie viel Dilettantismus soll denn noch in die Welt getragen werden. Die Forscher und Interessierten müssen weder irgendwelche neue Pfade betreten, noch werden sie motiviert oder betreten neue Ufer. Hier gibt es nur ein Stopp für so viel Unverfrorenheit. Dieser Herr Harzer will noch in diesem Jahr im Freistaat Thüringen hohe Funktionen für seine Partei DIE LINKE wahrnehmen. Darüber sollten die Bürger nachdenken.

Den Wissenschaftlern ist wegen der Exhumierung und der DNA-Untersuchungen am Skelett der am Stadtberg bestatteten namenlosen Dame sicherlich kein Vorwurf zu machen. Über die Auftraggeber sollte man jedoch reden, vor allem, was sie heute noch dazu zu sagen haben. Auch wenn wir uns wiederholen: Die Untersuchung und die Fernsehdokumentation hat überhaupt nicht bewiesen, ob Marie Thérèse Charlotte de Bourbon ab 1807 bis 1837 in Hildburghausen und im benachbarten Eishausen gelebt hat. Herr Harzer und die Mehrheit des ehemaligen Stadtrates der Kreisstadt Hildburghausen haben Schaden gebracht, nicht die „ungehorsamen“ Exhumierungsgegner, zu denen viele engagierte Bürger Hildburghausens gehören. – Übrigens, Herrn Kummer sei noch empfohlen, dass er den Theaterleuten mitteilt, dass die Trilogie fortgeschrieben wird, also im einst vorgesehenen Stil. Aber das hätten wir bei einem Kontakt vor der Exhumierung grundsätzlich geraten. Wir können uns nicht erinnern, je mit diesen Herren über die Thematik Dunkelgräfin und Dunkelgraf gesprochen zu haben. Sie fanden keinen Weg, weil sie vermutlich beratungsresistent sind.

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