In einer schlaflosen Frühstückspause

über die Servicewüste nachgedacht

Wie kann es eigentlich sein, dass in Hildburghausen in manchen Bereichen nichts passiert. Alles ist ein wenig schwierig, von der Zustellung der Werbeblätter bis hin zu …, auch lassen wir das. Bleiben wir mal konkret bei der kostenlosen „Südthüringer Rundschau“, die sich ausgezeichnet im Landkreis etabliert hat und nicht mehr wegzudenken ist. Sie informiert ausgezeichnet und hat auch wesentlich bei der Entwicklung unserer Heimat mitgeholfen. Seit Wochen bekomme ich sie nicht mehr, und wenn ich in der Verteilerstelle bei Meiningen angerufen habe, ist es ein Glücksfall, wenn ich sie die Woche darauf vor dem betreffenden Wochenende bekomme, halbgroßes Glück ist, wenn sie dann am Montag oder Dienstag, also nach dem Veranstaltungswochenende im Briefkasten klemmt. Vorbei, verweht, nie wieder! Ich könnte das Blatt im Netz lesen, sagt man. Ja, kann ich, kein Problem und die Werbebeilagen, die Angebote und Empfehlungen. Ich bin kein Schnäppchenjäger, kaufe mit Verstand ein, aber ich informiere mich auch gerne. Wir leben doch im Informationszeitalter.

Mindestlohn wird für die Zusteller bezahlt, wow, das ist ein gutes Zubrot für viele Menschen, da muss man sich nicht schämen – vom Schüler bis zum Rentner. Mitunter hat man Zusatzwünsche, da könnte ein wenig Geld angesammelt werden. Auch wenn es sarkastisch klingt. Es gibt genug Deutsche, die irgendwo herumhängen, im privat organisierten Biergarten im Schlosspark, und kalt ist es dort. Manchen ist sogar der Weg zur gefüllten „Tafel“ zu weit. Wenn ich da so sehe, wer in der Oberen Marktstraße mit gefüllten Taschen, Tüten und Beuteln aus dem Geschäft herauskommt, da denke ich in meiner Naivität, irgendwas stimmt hier nicht und läuft verkehrt. Wer so schleppen kann, dem dürfte es gelingen, ein paar Zeitungen in die Briefkästen zu stecken. Aber in Deutschland kann man sich schon sehr bequem als Gesunder bis ins Rentenalter ohne Arbeit durchmogeln, wenn man keine großen Ansprüche stellt.

Ja, ich weiß, jetzt kommt der Shitstorm der Entrüstung und dass ich menschenfeindlich bin. Antwort: Wer ordentlich leben will, muss auch etwas dafür tun. Ja, ich weiß, dass das eine reaktionäre Antwort von einer Ewiggestrigen ist. Wahrheiten sind momentan nicht erwünscht.

Und die Nachwuchsflüchtlinge, schick gekleidet und ausgestattet, nicht so geschmacklos wie viele Deutsche im ausgebeulten Jogginganzug oder insgesamt reichlich geschmacklos gekleidet. Mit modernster Kommunikationstechnik sind die meist jungen Leute ausgestattet, und mancher ist mehrfach angemeldet und kann trotz Fingerabdruck Leistungen in anderer Größenordnung beziehen. Toll! Viele sehe ich rauchend, und das ist nicht sehr billig, und auch mal eine Flasche Schnaps kaufend, aber Allah schaut nicht bis Hildburghausen. Man sagte mir, die können unsere Sprache nicht und dürften auch nach der Gesetzeslage nicht arbeiten. Ich sage darauf, wenn ich Monate in einem anderen Land bin, kann ich die Sprache einigermaßen, denn ich will mich integrieren und Bürger dieses Landes werden. Da kann ich auch Zeitungen verteilen, und Gesetze kann man ändern, auch wenn es im Deutschen Bundestag an Bedenkenträgern und Lobbyisten wimmelt. Integration ohne Arbeit, das geht nach meinem Menschenverstand überhaupt nicht. Und die Politiker haben wieder ein Problem. Die nächsten Wahlen stehen vor der Tür, und da darf man keine heißen Eisen anpacken. Man will ja gewählt werden. Übrigens, diese Politiker brauche ich nicht!

So, jetzt habe ich gewettert, meinen Frust abgelassen, aber vermutlich bekomme ich meine Zeitung weiterhin nicht. Irgendwas ist faul im Staate Deutschland!

  • WilliWillsWissen  schreibt:

    Nun auch noch etwas zu dieser Sache.
    Auch wir erhalten die Rundschau sehr unregelmäßig und den Wochenspiegel am Mittwoch manchmal, am Wochenende gar nicht (wobei man auf dieses Anhängsel des „FW“ eigentlich auch verzichten kann). Wahrscheinlich ist es den Austrägern nicht zuzumuten, ein einzel stehendes Haus extra zu beliefern, da wird lieber alles in den Wohnblocks „entsorgt“. Meine Söhne wohnen jedenfalls in Wohnblocks, haben auf Ihrem Postkasten „Bitte keine Werbung“ kleben und die bekommen alle Zeitungen, wir haben so einen Aufkleber nicht und wir bekommen sie nicht, muss man nicht verstehen. Mich interessiert aber dabei auch, wie sich das mit den Amtsblättern von Stadt und Landkreis verhält. Diese sind in der Rundschau bzw. bei der Werbung dabei. Wurden Gesetze bzw. Satzungen dann veröffentlicht, wenn sie nicht allen zugänglich sind?

  • WilliWillsWissen  schreibt:

    Ich hatte das schon so verstanden, dass die Leser kritisiert wurden und nicht Schildburg und Hausen und ich halte mit meiner Meinung auch nicht hinter dem Berg und habe das zu Ostzeiten auch ganz bestimmt nicht getan.
    Aber wie gesagt, viele Leute finden richtig gut was hier geschrieben wird, können oder wollen es aber wegen vielen verschiedenen Gründen nicht mit viel Worten kommentieren. Das sie deshalb dem System, welchem auch immer, hörig sind ist Blödsinn. Das was Du schreibst trifft allerdings auf Leute zu, die bei Wahlen ihr Kreuz gar nicht oder bei den LINKEN und mittlerweile auch bei deren Kumpels machen. Das sind die, die richtig Scheisse bauen.

  • Drachentöter 2.0  schreibt:

    @WilliWillsWissen 

    Hallo,
    ich glaube, Du hast hier etwas falsch verstanden.
    Ich habe hier nicht Schildburg & Hausen kritisiert, ganz im Gegenteil, mich ärgert es, da machen sich Zwei die Mühe und greifen Positives und auch Negatives auf und es erfolgt keine Reaktion. Das ist ja fast so, Du arbeitest den ganzen Monat und bekommst keinen Lohn dafür.
    Ich glaube aber, es liegt nicht daran, dass man sich 1989 auch das Schweigen erkämpft hat, das würde ja implizieren…, nein, ich sage es nicht.
    In der DDR habe ich offen und egal zu wem, meine Meinung gesagt und tue das heute weiter.
    Allerdings hast Du recht, was Du über Facebook, Twitter und Co schreibst, dem kann ich absolut zustimmen.

  • WilliWillsWissen  schreibt:

    Hier die Leute zu beschimpfen kann aber auch nicht das Wahre sein! Wir haben uns auch die Freiheit erkämpft, einfach mal die Schnauze zu halten. Ich finde diese Homepage hier auch ganz toll und danke Schildburg und Hausen sehr dafür, wenn es eine Art „Gefällt mir“-Button gäbe würde ich den jeden Tag drücken. Aber es gibt auch genug Leute, die eben nicht zu allem einen Kommentar abgegen wollen, weil sie eventuell nicht die Zeit dazu haben, Ihnen einfach nichts passendes oder intelligentes einfällt oder im Artikel eigentlich alles schon gesagt wurde. Ich bin froh, dass die Leute hier bei Ihren Kommentaren noch ein bisschen Niveau einhalten und eben nicht einfach drauf los schimpfen und schnauzen wie bei Facebook, Twitter & Co. Also an Frau Schildburg und Herrn Hausen, macht weiter so, die täglichen Besucherzahlen zeigen auch, dass die Seite sehr oft geöffnet wird und ich bin mir sehr sicher, dass der aller größte Anteil Eure Meinungen teilt und sehr schätzt.

  • Drachentöter 2.0  schreibt:

    Unverständnis aber die Realität!

    Es ist unverständlich, dass es in Hildburghausen und Umgebung kein Mensch mehr eine Meinung hat.
    In dieser Homepage wurden so viele Themen angesprochen, doch eine Reaktion ist meist ausgeblieben.
    Nun gut, es ist nicht meine HP und ich entscheide nicht, was hier geschrieben wird und was nicht, doch alles kommentarlos hinzunehmen, es ist doch jämmerlich.
    Aber in Hildburghausen war es wohl schon immer so, abducken, den Buckel krumm machen und höchstens die eigene Meinung, so vorhanden, ins Ofenrohr rufen, nur ja nicht anecken aber denken lassen.
    Und dafür haben so viele Menschen 1989 für Demokratie und Meinungsfreiheit gekämpft. Heute erkenne ich die Unehrlichkeit, auch wenn es 27 Jahre gedauert hat. Die Menschen hatten sich in der DDR eingerichtet, sind den Roten Verbrechern in den Arsch gekrochen, waren System hörig und als es ernst wurde, sind sie nur der D-Mark hinterher gerannt und gekrochen.
    Es ist eine Schande, da geben sich Menschen Mühe, erstellen eine HP und sprechen u.a. Missstände, aber auch Positives an, auch wenn es davon in Hildburghausen nicht viel gibt, und es geht jedem am Hinterteil vorbei.
    Falls noch ein paar Hildburghäuser in der Lage dazu sind, so sollten sie mal in sich gehen und versuchen zu denken.
    Mit besten Grüßen
    der Drachentöter 2.0

  • Drachentöter 2.0  schreibt:

    Sarkasmusfreie Gedanken!

    Mein Gott, sind die Deutschen nur auf der Welt, um zu meckern?
    Besagte Zeitung bekomme ich seit Jahren nicht-selber Schuld. Ich habe so einen Aufkleber am Briefkasten: „Bitte keine Werbung“. Und da der deutsche Michel so korrekt ist, erkennt er, in dieser Zeitung ist Werbung enthalten und so erspart er sich einen Briefkastendeckel zu öffnen und das Blatt einzuwerfen. Würde er sich nicht an diese Aufforderung halten, wird auch wieder gemeckert, weil dafür so viele Bäume geschlachtet werden müssen.
    Man kann es aber auch niemanden recht machen!
    Und was soll wieder die Ausländerhetze? Das ist POPULISAMUS!!! Pfui, das macht man doch nicht. In Hildburghausen vielleicht hinter vorgehaltener Hand, doch nicht in der Öffentlichkeit. Was ist das für eine Willkommenskultur? Wenn das Mutti wüsste. Ihr wisst doch, sie liebt alle und die Fotos mit den Ausländerkindern, einfach rührend, fast so, wie Honecker bei der Einweihung der zweimillionsten Plattenwohnung in Berlin.

    Da gönnt doch dem Afrikaner etwas Genuss, in seinem Land wird er dafür geköpft! Ein guter Protestant nimmt zum hl. Abendmahl auch nicht nur einen Schluck Rotwein, selbst wenn es der billigste Fusel ist-die Umdrehungen bringen es und um so freundlicher verabschiedet sich der Christ beim Pastor.
    Bei den Katholiken ist das anders, dort heißt es:“Et bibent omnes”, für uns Nichtlateiner, der Priester sagt: “Ich trinke für alle”. Offensichtlich ist man dort außer dem Priester nicht so freundlich? Aber ich schweife ins Philosophieren ab.

    Ach ja, sagt nur den Hartz IV-Empfängern nicht, wie viel Kohle die Ausländer im Monat bekommen, sie würden sofort ihre Spendenfreudigkeit einstellen.
    Und die „Einwanderer“ brauchen schließlich ein Handy, sie müssen ihre Großfamilien informieren, wie man am sichersten nach Deutschland kommt-ist doch verständlich. Wer von uns würde das nicht ebenso machen, sitzen wir am Nordpol fest und haben vielleicht eine zu große Mietwohnung?
    Jetzt muss ich aber aufpassen, sonst rutsche ich auch in den so viel kritisierten Populismus rein.
    Sollten wir nicht lieber darüber meckern, warum in diesem Winter nicht gestreut wird? Ist es eine Kostenfrage oder ist das Nageln von Knochen effektiver, schließlich will man bei den Preisen im Gesundheitswesen auch etwas verdienen.
    Hoffentlich kommt man an dieser Stelle endlich wieder zu ernsten Themen, so z.B., warum friert im Winter nie die Kläranlage zu?
    Es macht doch keinen Spaß, wenn hier nur noch zwei oder drei schreiben!

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