„Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie.“

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Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Das ist ja einmalig, dich so ratlos nach dem Zeitungs-Lesen zu sehen.

Herr Hausen:

Mir geht nach dem Lesen der Zeitungen vom Montag und Dienstag, also 6. und 7. Mai 2013, ein Napoleon-Zitat durch den Kopf, das da heißt: „Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie.“

Frau Schildburg:

Das ärgert dich? Es ist doch heute Volkssport geworden, die Unwahrheit zu sagen, und wenn man oft genug lügt, dann wird daraus wieder Wahrheit. Der kleine Korse hatte ja unzählige Kontakte zu Deutschen, die waren wechselseitig nicht immer freundlich – von bedingungsloser Unterwürfigkeit und Arschleckerei bis zum Widerstand. Er hat die Deutschen so gesehen – und das richtig.

Herr Hausen:

In der Zeitung am Montag lese ich auf Seite 1, dass 1.500 Leute von Herrn Gysi und dem schönen Wetter gelockt worden sind, Herr Günther schreibt auf der LINKE-Homepage von mehr als 1.000 Besuchern, die selbst von weither (!) kamen, im Polizeibericht waren es 500. Übrigens, viele seiner Genossen habe ich in diversen Gartenanlagen gesichtet. Treue ist das nicht.

Frau Schildburg:

Aber das sind doch keine Lügen, jeder sieht die Welt ein wenig anders. Aber immerhin müssen wohl 60 Neonazis eine genehmigte Gegendemo auch mit Besuchern aus dem Rest Deutschlands organisiert haben. Und dann kommen noch etwa 100 Polizisten (Landes- und Bundespolizei) mit mehr als 10 Einsatzfahrzeugen hinzu, für „60 zur Provokation aufmarschierte Nazis“, wie Herr Günther schrieb. Das kostet dem Steuerzahler einige zehntausend EURO. Einen Polizisten in zivil habe ich mit seiner Familie beim traditionellen Feuerwehrfest am 1. Mai gesehen. Er stand freundlich plaudernd in meiner Nähe und verzehrte eine Bratwurst, seine Familie hatte er mitgebracht. Da waren nach den Verkaufszahlen von Speisen und Getränken mehr als 1.500 Leute anwesend, wie mir ein Vorstandsmitglied des Feuerwehr-Vereins richtig stolz versicherte. Er sagte aber auch: „Einen Polizisten als Aufsicht brauchen wir nicht.“

Herr Hausen:

Mit noch etwas komme ich nicht klar. Herr Gysi sprach und erklärte wie ein wichtiger Weltpolitiker den Erdkreis und auch die Steuern. Das ist ein Reizthema. Darüber muss man nicht viel wissen. Da kommt das Argumentieren an, denn die LINKE will ja alle reich machen, das haben sie ja schon auf Plakate drucken lassen. Das gefiel den Leuten. Der Alleskönner selbst war ein halbes Jahr 2002 Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen des Landes Berlin, also Minister. Den Laden in diesem Land hätte er dort in Ordnung bringen können, aber er schmiss am 31. Juli 2002 nach knapp einem halben Jahr hin. Zudem war der Herr Rechtsanwalt noch in einen Bonusmeilen-Skandal verstrickt. Auch seine Vergangenheit holt ihn hin und wieder ein, aber das ist die ganz fiese Masche der Verleumdung, sagt er. Sehr schnell verlor er den Nimbus des strahlenden Machers, jetzt ist er strahlender Agitator, dabei kann man auch verdienen, zumindest Wählerstimmen für den Herrn Richter Petermann und im Vorlauf für den Herrn Bürgermeister. Gysis ehemaliger Meister, Herr Woworeit, der, so sagt man, keine Party auslässt, ist heute noch an der Macht, und es entwickelt sich in der deutschen Hauptstadt alles aufwärts – die Steuern, die Preise für die Milliarden-Prestigeobjekte, die einfach nicht fertig werden wollen, auch die Kriminalität. Herr Gysi hätte natürlich auch den mit Steuern geschundenem Volk erklären können, wer den gigantischen Polizeieinsatz in Hildburghausen bezahlt. Richtig – der Steuerzahler. Bei der Feuerwehr gab es das umsonst.

Frau Schildburg:

Wie schrieb doch in dem Ein-Mann-Interview Herr Günther, „…, so Pressesprecher Mathias Günther.“ Zu wem er das gesagt hat, erschließt sich mir nicht.

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