ABSCHIEDSDANK AN BERTHOLD KNAUER

Reichlich vierzehn Tage vor seinem Tod telefonierten wir ausgiebig. Es war wie so oft ein Sonntagvormittag. Die Anlässe waren wieder vielfältig, aber nicht zufällig, und kein Zeitdruck stand dahinter. Es waren interessante Themen und Probleme zu Themen wie „Leichter als Luft“, einige Anmerkungen zur politisch bunten durchgewürfelten und nicht gerade handlungsaktiven bundesrepublikanischen Gegenwartsgesellschaft und eine nicht in Aussicht stehende stabile Bundesregierung, eine Frage zur Geschichte und zur Ortschronik seiner Heimatgemeinde Heßberg. Und wie könnte es seit einigen Jahren anders sein: Fragen und Lösungsansätze zum großen Rätsel von Hildburghausen und Eishausen, also der Madame Royale. Auch hierzu interessierte ihn brennend jede Entwicklung...

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Windeln am Römersbach in Hildburghausen und

Das Aushängeschild an Brauseweins Stirn

Frau Schildburg etwas knurrig zu Herrn Hausen:

Wer die vielen Windeln am Hildburghäuser Römersbach entsorgt, ist nachvollziehbar. Es ist dieselbe Art von Mensch, die ihre Kinder am Häfenmarkt auf die Rosenbeete machen lässt oder sonst ihre Exkremente mitten in der Stadt entsorgt … . Das wird noch ein Riesenproblem, mit dem sich unser Städtchen die nächste Zeit zusätzlich rumplagen muss, und niemand wird es offen aussprechen. Man könnte ja Hass schüren und die rechte Unvernunftsecke stärken. Nichts sagen und erdulden, das ist aber auch keine Lösung. Oder sind wir schon soweit?
Mit der SPD geht es weiter bergab, in Thüringen haben sie schon mit der Koalition der Linken verloren, das Aushängeschild kann sich Brausewein an die Stirn nag...

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Es lebe das Jahr 2018 mit seinem 1. und 6. Januar an der Spitze

Frau Schildburg sorgenvoll zu Herrn Hausen:

Immer noch ist Weihnachtszeit. O, du fröhliche! Und heute ist der „Öberschte“, die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland sind da, die Weisen aus dem Morgenland: Caspar, Melchior, Balthasar. Andere sagen, das CMB hat nicht viel mit ihnen zu tun, eher „Christus mansionem benedical“ (Gott segne dieses Haus!). Egal, was da aus Kirchenkreisen gesagt wird, dass der Tag der Heiligen Drei Könige nicht, aber auch gar nichts mit dem Stärkeantrinken zu tun habe, das sei ein krankmachender Volksbrauch. Das juckt mich nicht. Heute werde ich mir in trauter Familienseligkeit Stärke antrinken und kräftig essen: Schinken, Hackepeter, Mistenflitzerschenkel, vielleicht auch noch ein Rindersteak. Kräftig sollte der Abend schon sein.

Herr Hause...

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Wünsche für das Jahr 2018

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus

Gedanken und Wünsche für das neue Jahr

Zu Weihnachten war die Bundestagswahl bereits ein Vierteljahr vergangen. Immer noch ist nicht klar, ob es zu Koalitionsverhandlungen kommen wird. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur möchte inzwischen fast jeder zweite Bundesbürger (47 Prozent), dass Angela Merkel bei einer Wiederwahl zur Regierungschefin ihren Posten noch vor Ende der Wahlperiode 2021 räumt. Nur 36 Prozent wollen sie weitere vier Jahre im Amt sehen...

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Frohe Feiertage

„Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben.

Wer andere glücklich macht, wird glücklich.“

(André Gide)

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. Die Weihnachtszeit ist eine Zeit, einmal innezuhalten – Zeit für einige Tage dem hektischen Alltag zu entfliehen und friedliche Stunden im Kreise der Familie zu genießen. Sie gibt neue Kraft, um die Dinge wieder von der richtigen Perspektive zu betrachten.

In diesem Sinne frohe Feiertage, Ihre Frau Schildburg und Herr Hausen

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Nachdenken über den Einzelhandel in Hildburghausen –

Ein Rettungs-Monolog von Schildburg kurz vor dem Einschlafen

 

Nun, ein dritter Arbeitskreis hatte auch nicht die erwünschte Wirkung, selbst wenn die Stadt für einen teuren Citymanager durch Fördermittel zunächst allein aufkommen will. Nein, die Gewerbetreibenden können sich nur selbst helfen. Das Aussterben des Einzelhandels in der Innenstadt gibt es nicht nur in Hildburghausen, auch zum Teil in größeren Städten, wo einstige Ladenstraßen inzwischen in Wohnungen umgerüstet werden.

Aber, es gibt erfolgreiche Wiederbelebungsversuche zwischen Händlern und Kunden und damit belebte Innenstädte. Wer sich als Händler retten will, muss im Internet präsent sein. Einzelne Städte gestalten entsprechende Seiten, und die Händler preisen ihre Produkte erfolgreich an...

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Und wenn man nicht mehr weiter weiß,

gründet man einen Arbeitskreis…

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Oder vielleicht gleich drei Arbeitskreise? Damit niemand weiß, wohin er eigentlich gehört? Nun ja, lieber Hausen, es wird Zeit, dass wir uns Gedanken über die Belebung des Einzelhandels in unserem schönen Städtchen machen. Jedenfalls, einen Citymanager mit einem solchen Gesamthonorar benötigt in Hildburghausen niemand. Für das Honorar muss ein gebildeter Zeitgenosse ein paar Jährchen arbeiten, aber vierzig oder 38 Stunden die Woche und nicht nur ein Computerprogramm mit ein paar Abgleichungen aktualisieren. Vielleicht will man sich ja auch bei der Stadt für teures Geld nur einer Alibifunktion bedienen, um im Nachhinein sagen zu können: Wir haben alles für den Einzelhandel getan...

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Ene mene miste, es rappelt in der Kiste oder

Wie man in der Provinz Recht auslegen und argumentieren kann

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Nee, nee, nee, ich fass es nicht! Damit der letzte Bürger des Landkreises Hildburghausen die Unbill des hochgeschätzten Stadtrats Dr. Peter Nowak (Die LINKE.) erfährt, hat er alle drei Zeitungen, die Tageszeitung und zwei Werbeblätter, mit seiner Argumentationskeule bestückt. Er hat auf dem Edeka-Parkplatz an der Schleusinger Straße geparkt, die Parkuhr nicht eingestellt und musste dann € 27 berappen, einschließlich Bratwurst. Die Bratwurst war nicht teurer als sonst. Und dann geht’s los, dann argumentiert er wie der letzte Hilfsarbeiter aus dem Vorwerk und schwört der leidgeprüften Leserschaft, dass er nie, nie wieder in diesem Markt einkauft...

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Seufzen auf dem Philosophenweg oder

Vorne hui und hinten pfui

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

In der Beurteilung Hildburghausens muss man im Gegensatz zu manchem Kaffeeklatsch und mancher Stammtischrunde fair sein. Das Städtchen war noch nie so sauber wie gegenwärtig. Selbst der Innenhof des Meyerschen Instituts in der Oberen Marktstraße ist zu nennen, kein Zigarettenstummel war am vergangenen Freitag mehr zu sehen. Die meisten Straßen und Bürgersteige unter städtischer Obhut oder der Gebäudewirtschaft verdienen genannt zu werden, tip-top. Bei einzelnen privaten Immobilienbesitzern ist die Ordnungsliebe abhandengekommen oder war nie so richtig ausgeprägt...

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Beinahe in eigener Sache:

Wenn das Bruder Martin wüsste

Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Gottlob hat der Medien- und Vermarktungsrummel um die Reformation nachgelassen. Selbst ich kann mich noch an meine Schulzeit erinnern, als du als Nichtkirchenmitglied allerlei Aktivitäten zu Luther und die Reformation, also zum Beginn der Neuzeit, ausgelöst hast, und das in einem gottlosen Staat, einer Diktatur. Deine postgeschichtliche und philatelistische Sammlung zum 500. Geburtstag Martin Luthers ist mit großem Erfolg in der Schlosskirche zu Wittenberg gezeigt worden, im Historischen Rathaus Hildburghausen hast du eine Sonderausstellung gestaltet, Zeitungsbeiträge hast du geschrieben. Nach dem DDR-Zusammenbruch spielte die Reformation in vielen Büchern deines Verlages eine große Rolle, in deinen Chroniken ohnehin.

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