Schildburg und Hausen reichlich daneben!

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Frau Schildburg:

Eine Hektik im Städtchen. Ich war zum Einkaufen, um Sonderangebote einzuholen, Rabatte zu testen und das Kaufverhalten meiner Mitbürger zu beobachten. Seit gestern steht es bei t-online im Netz und heute auch im Blättchen, Vorsorge sollte betrieben werden. Ganz wirr bin ich schon, was da die hochwohllöbliche schwarz-rote Bundesregierung konzipiert hat, da hält mein goldiges Gemüt nicht mehr mit, und ich bin so stolz auf schwarz-rot-gold. Seit Ende des Kalten Krieges denkt man angeblich nach, wie das geplagte deutsche Volk mit seinen Gästen über die Runden kommt. 2012, vor vier langen Jahren, hat man eine Konzeption in Auftrag gegeben. Wenn ich in diesem Tempo arbeiten würde, hätte mich mein Arbeitgeber schon längst gefeuert, aber ohne Widerspruch und Arbeitsgericht. Vielleicht geht an meinem Allerwertesten auch alles vorbei, denn, was dieser zusammengewürfelte Regierungsverein mit seiner ständig karnevalistisch plärrenden Opposition zuwege bringt, ist kaum nachvollziehbar. Vielleicht will man auch nur die Wirtschaft weiter ankurbeln, wegen Schäubles verkommener Schwarzen Null, die nur seinem Ego dient, und Uschis defekter Militärtechnik. Sicherlich ist es auch nicht verkehrt, 50 oder 100 Liter Milch einzubunkern, da ist den nicht gerade schuldlosen Milchbauern ein wenig geholfen. Sie konnten nicht genug produzieren, und jetzt sind wir alle traurig, weil so viele Kühe abgeschlachtet werden.

Herr Hausen:

Vorratskäufe haben andere inzwischen erledigt. Aber mein Keller ist noch voll an Eingemachtem. Das tauschen wir, vielleicht mit unseren Nachbarn gegen selbstangebaute Kartoffeln. Bei uns wird noch wie anno domini die Gartenernte teils eingekocht, gefrostet und Marmelade erzeugt. Von wegen Wegwerfgesellschaft. Oma sagte schon immer, dass Sparsamkeit nichts mit Armut zu tun habe. Das mit dem Bunker lassen wir für heute, der muss nicht durchlüftet und durchgesaugt werden, die Sauerstoffanlage muss man auch nicht warten, auch die Liegen sind in Ordnung, die Energiesparlampen sind flüssiger als Wasser, nämlich überflüssig, denn so lange will ich gar nicht überleben. Die Bösen werden per Internet-Klick die Energie abdrehen, und Frau Merkel wird eigenhändig die AKW einschalten. Dazu lässt sich auch ein umweltfreundlicher Text zur Beruhigung der Grünen formulieren. Ach so, Munition für den Raketenwerfer und die private Kalaschnikow ist noch genügend da, nur an Napalm haperts ein wenig. Vielleicht mache ich den Nonsens auch nicht mit. Ich kaufe mir eine Kiste schottischen Landwein, sprich Whisky, da haben wir auch für schöne Tage etwas Feines, und der wird garantiert nicht schlecht. Und die große Kühlanlage für den häuslichen Gebrauch streiche ich auch von der Liste, mindestens € 16,000 hätten wir dann übrig bzw., wir brauchen unsere Kreditlinie nicht in Anspruch zu nehmen. Wir sind eben eine sehr pfiffige Familie. Immerhin, wir haben gespart, wenn der Herr Schäuble schon nicht viel für Nahles Rentenvorschlag übrig hat, dann verschaffen wir uns selbst unsere Zusatzrente, in dem wir Regierungsratschläge einsparen. Viele, viele Fragen ergeben sich aber noch. Soll ich jetzt Goldmünzen bunkern, wenn eines Tages der EUR nicht mehr zum Einkauf von Selterswasser, Radieschen, Margarine und Vollkornbrot gültig ist? Du siehst, ich mache mir größere Sorgen als die Bundesregierung.

  • Kerzenlicht 2016  schreibt:

    Nein, nein, nein, wie respektlos Ihr mit einem solch wichtigen Thema umgeht.

  • Lisa  schreibt:

    Das ist doch wirklich beleidigend, liebe Sonde. Was kann der Hamster dafür, dass es Menschen gibt? Was interessieren die Hamster die Menschen, höchstens ihre landwirtschaftlichen Nutzflächen? Und warum sollen die nur die Menschen nützlich sein. Arme Hamster!

  • Sonde  schreibt:

    Ich würde besser auf Hamster umstellen, wegen der Zivilverteidigung.

  • nix für ungut  schreibt:

    Du hast wirklich Sorgen. Warum denn nicht? Das Gemeine Meerschweinchen (Cavia aperea) ist auch in Lateinamerika sehr beliebt. Die Capybaras, manche werden bis zu 80 kg schwer, wenn nicht die Menschen vorher gelüstig werden, geben doch ziemlich was her, mehr als ein Spanferkel. Manche mögen sie nicht nur gebraten, sondern auch gedämpft. Die Welt ist bunt, steht doch überall so geschrieben. Neulich habe ich auch eine Familie mit Bier und Schweineschnitzel an der Ladenkasse eines Marktes am Schlosspark in Hildburghausen gesehen. Und ich weiß, wo die herkommen. Dort ist ein solcher Verzehr ziemlich verboten, aber ihr oberster Glaubenshüter schaut bestimmt nicht bis ins Werratal …

  • Lisa  schreibt:

    Und ich habe auch so meine Nöte. Was mache ich mit meinen Meerschweinchen? Notversorgung oder in der Not ab in die Pf … Da krieg‘ ich ja auch bloß wieder die Tierschützer an die Klingel. Auf alle Fälle trenn‘ ich erstmal das Pärchen, die können das nämlich gut, sonst habe ich die ganze Küche voller Meerschweinchen, die nicht viel auf die Waage bringen. Aber ich habe meine Fürsorgepflicht zu erfüllen. Eine komplizierte Welt ist das. Hat das der Innenminister bedacht?

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