Theater um das Theater im Internet

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Frau Schildburg zu Herrn Hausen:

Was sagst du zu dem Presseartikel „Stadttheater Hildburghausen – Fehlanzeige im Internet“ vom 5. Juni?

Herr Hausen:

Erstaunt war ich nicht. Hatten wir nicht erst vor zwei Wochen ausführlich darüber gesprochen? Jetzt wird das Thema öffentlich von potenziellen Theaterbesuchern und Künstlern kritisiert. Mit dem Theater ist es wie mit der Geschichte von Hildburghausen, kaum jemand kennt unsere Stadt und das Hildburghäuser Publikum ist überschaubar. Wenn es auch keiner merkt, wird angeblich im Hintergrund daran gearbeitet. In sieben Monaten startet die Stadt mit einer neuen Internetseite. Ein „Wettlauf mit der Zeit“, wie in der DDR formuliert wurde, ist das. Man bedenke, in sieben Monaten! Das Wort Lahmarschigkeit will ich vermeiden, das Wort Bequemlichkeit ist wohl erlaubt. Auch neue Internetseiten müssen täglich gepflegt werden. Wir machen das nach Feierabend für Hildburghausen. Das Zauberwort heißt: ARBEITEN! Wenn die Marketingchefin sagt, dass das ein unhaltbarer Zustand sei, ist das mehr als ein Armutszeugnis. Ihr Dienstherr ist der eigentliche Adressat, nicht die Leser von FW.

Frau Schildburg:

Ja, Kunst kommt doch irgendwie von Können. Programmgestaltung und Marketing für das Theater in eine Hand zu legen, halte ich für sehr vernünftig. Es ist köstlich zu lesen, wie unser Demokrat das Hildburghäuser Theater mit dem CCS Suhl oder Meininger Theater vergleicht. Dazwischen liegen Welten. Vielleicht sagt ihm das jemand.

Herr Hausen:

Die Argumentation ist denen in den Stadtratssitzungen ähnlich. Wenn ein Problem in der Stadt schwelt, diskutiert wird oder eine Fraktion einen Antrag einbringt, verbreitet der Herr Versammlungsleiter in Basta-Manier ausgewählte Ergebnisse von Rund-um-Telefonaten, um dann zu beweisen, dass Hildburghausen alles richtig macht. Amüsant, ja köstlich ist die Jammerei, das Personal fehle und es gäbe Ausfälle durch Krankheit. Und dann noch dieser schlimme Geldmangel. Frei nach dem Motto: Bekomme ich es selbst nicht auf die Reihe, sind immer andere schuld. Auf die Idee, dass über Jahre unser Demokrat einschließlich seiner Berater in Sachen Tourismus Fehler gemacht haben, kommen sie nicht.

Frau Schildburg:

Wenn wir die Fehler und Unterlassungen jetzt aufzählen, würde es die Homepage sprengen. Doch wir werden noch darüber reden und uns einmischen. Bei uns wird nicht im Hintergrund gearbeitet – oder gar im Untergrund, sondern offen und ehrlich. Schade, dass sie nun versuchen, ihre Fehler auf Kosten unserer Madame Royale auszubügeln. Ein Fehler, den auch die Bürger der Stadt nicht verhindern konnten. Schließlich sind sie selbst dran Schuld, so einst der Demokrat.

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