Umfeld des Grabes der Dunkelgräfin wird in den nächsten Monaten umgestaltet

Heute wurde in „Freies Wort“ mitgeteilt, soll das Umfeld des Grabes der Dunkelgräfin in den nächsten Monaten umgestaltet werden. Dazu legte der Stadtförster Bernd Hoffmann diese Woche in der Sitzung des Bauausschusses entsprechende Entwürfe vor. 7000 Euro, die im städtischen Waldwirtschaftsplan für solche Maßnahmen vorgesehen sind, sollen  für die Arbeiten rund um das Grab der Dunkelgräfin am Stadtberg verwendet werden. Hoffmann erhielt vom Bauausschuss die Zustimmung für die Entwürfe des Holzbildhauers Max Müller aus Weitersroda. Vorgesehen sind zwei Wegweiser mit deutscher und französischer Inschrift aufzustellen, die potentielle Besucher von der einstigen Ruine des Dunkelgrafenhauses am Schulersberg zum Grab führen werden. Es soll ein Modell des Hauses auf einem Eichenmast angefertigt werden, dass auf der im letzten Jahr von der Ruine geräumten Fläche aufgestellt wird. Es soll an den Lieblingsort der vermeintlichen Madame Royale erinnern, die seit mehr als 175 Jahren in einem schlichten Steingrab ihre Ruhe fand. Weiterhin wird eine Laube in französischem Stil in der Sichtweite des Grabes errichtet, die einen Ruhepunkt für Wanderer bietet. Die Arbeiten könnten bis August des Jahres fertiggestellt sein.

Unabhängig von einer Exhumierung der Dunkelgräfin, ob sie nun stattfindet oder nicht, soll das Grab auf den baulichen Istzustand untersucht werden, um entsprechende Erhaltungsmaßnahmen ergreifen zu können.

Grundsätzlich muss man die anstehenden Maßnahmen sehr befürworten, ganz nach dem Spruch: „Besser zu spät, als nie“. Doch weisen die Gegner der Exhumierung darauf hin: In der heutigen Zeit ist es bei entsprechendem Engagement, mit Technik und Handwerksfleiß möglich, dieses Grabmal auf lange Zeit hin zu schützen. Es gibt mittlerweile fachgerechte Methoden, die auch ohne  Graböffnung eine grundlegende Sanierung ermöglichen.

Die Gestaltung des Umfeldes des Dunkelgräfinnengrabs könnte sicherlich die Chance für einen gemeinsamen Neubeginn der Erbepflege in Sachen Madame Royale/Dunkelgräfin zwischen den Befürwortern und den Gegnern der Exhumierung sein. Vielleicht sollte man gemeinsam über die Gestaltung fachkompetent nachdenken, Fachleute mit einbeziehen und nicht sogleich darauf loswerkeln. Nichts gegen Max Müller, der sich Verdienste für die Stadt Hildburghausen bei Gestaltungsarbeiten im Stadtwald erworben hat. Hier geht es um mehr, vor allem um Stil, also vielleicht auch um das Einfache, das so schwer zu machen ist.

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