Wünsche zur Weihnacht und zum Jahreswechsel

adventskranz

Weihnachtsgeschichte: Die vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und erlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und beinahe fing es das Weinen an. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!“

Mit einem Streichholz nahm das Kind das Licht dieser Kerze und zündete die anderen Kerzen wieder an!

(Autor unbekannt)

Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie genügend Zeit zur Entspannung und Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge für die Menschen, die Ihnen nahestehen.

Zum Jahreswechsel wünschen wir Ihnen die Stille für den Blick nach innen und vorne, um mit neuen Kräften den Mut für die richtigen Entscheidungen zu treffen. Gesundheit, Glück und Zufriedenheit sowie viele schöne Momente sollen Sie im neuen Jahr begleiten.

Ihre Frau Schildburg und Herr Hausen

  • Gerd Krauß  schreibt:

    Keine Janusköpfigkeit 2017 –
    Ehrlichkeit stärkt die Demokratie

    Liebe Frau Schildburg und lieber Herr Hausen,

    Euer Tageszitat vom 27. Dezember 2016 hat mich gedanklich sehr bewegt. So möchte ich es noch einmal zitieren und ein paar Gedanken zum Jahreswechsel dazu äußern:

    Es ist kaum verstehbar, dass der Bundesbürger – wie zu DDR-Zeiten – immer janusköpfiger wird. Besorgnis oder Kritik an den politischen Verhältnissen wird mit dem Schlagwort „Populismus“ diffamiert oder die Person wird ganz und gar in die rechte Ecke gestellt. Vaclav Havel, der Bürgerrechtler, Dichter und Staatspräsident der Tschechoslowakei bzw. Tschechiens beklagte vor vielen Jahren schon: „Denen, die Demokratie ernst nehmen, bindet sie die Hände, die sie nicht ernst nehmen, erlaubt sie alles.“ Ist es nicht erstaunlich, wie die schmuddeligen Ränder von links und rechts das Wort „Demokratie“ in schamhafter Weise missbrauchen?
    (Herr Hausen in einer E-Mail an Frau Schildburg, 27. Dezember 2016)

    Eure E-Mail auf den beiden Homepages enthält genau das, worüber ich mir schon lange Gedanken gemacht habe. Ihr habt es gut mit der „Janusköpfigkeit“ beschrieben.
    Denke ich an 1989 und die Politik der Bundesrepublik Deutschland zu dieser Zeit zurück, so, wie wir sie die vielen Jahre durch das Fernsehen erlebt hatten, so gab es keine Frage, ob wir das für die untergegangene DDR auch wollten.

    Heute kann man wirklich nicht mehr von einer Demokratie sprechen, so wie wir sie seit Adenauer kennen. Denke ich an W. Brandt und E. Bahr und den Kampf um die Ostpolitik, so konnte man noch von einer demokratischen Politik reden, auch wenn es in einigen Parteien oft genug Zoff gab. Doch es lief eben demokratisch ab.

    Was ist im Laufe der Zeit passiert? Ist es begreifbar, dass man als „Populist“ beschimpft wird, wenn man offen seine Meinung sagt. Die Tages- und Wochenzeitungen drucken nur noch sehr bedingt Leserbriefe, solange sie politfern sind. Ein letzter Artikel von mir war beispielsweise im Sommer zum Todestag von Pfarrer Brüsewitz erschienen. Das war offensichtlich akzeptabel, da ihn kaum noch jemand kennt.
    Warum kann man in der heutigen Zeit nicht öffentliche Stellen kritisieren, beispielsweise das BKA, dem die so genannten „Gefährder“ bekannt sind. Kommen von dort noch Reaktionen oder betet man die demokratischen Grundrechte nur noch rauf und runter. Es muss erst Tode geben, dann ist man scheinheilig geschockt. Haben sich die Dienste ebenso verselbstständigt, so wie wir es kennen? Wie kann es sein, dass nach Jahren der „NSU-Ausschuss“ noch nicht abgeschlossen ist? Hat man wirklich Angst, es kommt an die Öffentlichkeit, wie hochdotierte Personen verwickelt sind, dass irgendwelche Dienste involviert sind?

    Was ist in Europa so falsch gelaufen, dass die Länder nach einem langen Kampf der Einigkeit, nun wieder auseinander brechen? Es kann ja nicht nur an Merkel und ihrer „Willkommenskultur“ liegen. Doch einen mächtigen Ruck hat es schon ausgelöst.

    Doch seien wir nicht janusköpfig und melden weiter dort Protest und Kritik an, wo es notwendig ist, denn mit zwei Köpfen kann der Mensch nicht auf Dauer leben, aber mit gelebter Demokratie und Ehrlichkeit.

    Frau Schildburg und Herrn Hausen sowie allen Lesern, die guten Willens sind, wünsche ich für 2017 alles erdenklich Gute,
    herzlichst Gerd Krauß

  • Drachentöter 2.0  schreibt:

    An dieser Stelle und zu dieser Zeit, hätte hier keine bessere Geschichte gepasst.
    Für die Gedanken, Anregungen, und auch notwendige Kritik und das Engagement von Frau Schildburg und Herrn Hausen in diesem Jahr, möchte ich mich recht herzlich bedanken.
    Auch wenn sich hin und wieder die Frage stellt: „Cui bono?“, regen die Beiträge doch so manchen Zeitgenossen zum Denken an.
    Vielleicht wird es auch in nächster Zeit überflüssig, dass es in Hildburghausen einen „Drachentöter 2.0“ gibt, doch sehe ich diese Zeit noch nicht als gekommen an.
    Jedem Hildburghäuser, der hier liest oder auch nicht, wünsche ich ein gesegnetes Fest, wenn möglich im Kreise seiner Familie und viel Gesundheit für das Jahr 2017!
    Frau Schildburg und Herrn Hausen wünsche ich weiterhin einen Blick für die „Schmutzecken“ und die richtigen Worte.
    Ich bin davon überzeugt, dass auch Hildburghausen irgendwann wieder ein Magnet für Besucher wird, doch dazu braucht es helle Köpfe und weniger eine persönliche Assistentin vom Bürgermeister. Selbst denken und handeln ist gefragt.

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